Die Ortsgruppe Metzingen wurde im Jahr 1903 von sieben Naturfreunden gegründet. Die Ortsgruppe befand sich anfänglich unter dem Dach des damaligen "Bund für Vogelschutz" (BfV). 1965 hat sich der Verband in "Deutscher Bund für Vogelschutz" (DBV) umbenannt und in Landesverbände untergliedert. Im Jahr 1990 erfolgte dann die Umbenennung in "Natuschutzbund Deutschland" (NABU).
Die Gründung der Ortsgruppe geschah zu einer Zeit, in welcher die Trockenlegung von Feuchtwiesen und die ungebremste Waldrodung für Landwirtschaft und Industriebauten an der Tagesordnung waren. Der Gedanke des Naturschutzes war damals noch kaum verbreitet und wenig populär. Umso bemerkenswerter ist der Weitblick der sieben Gründer unserer Ortsgruppe.
Der Erkenntnisgewinn bis heute spiegelt sich in der Entwicklung unserer Mitgliederzahlen wider: Über Jahrzehnte hinweg waren es kaum 100 Personen. Und auch im Jahr 2005 zählten wir erst 120 Mitglieder - trotz der zwischenzeitlichen Aufnahme der Mitglieder der aufgelösten Bad Uracher Gruppe. Dann aber nahm die Mitgliederzahl rasant zu - im Jahr 2014 beispielsweise lag sie bei über 500 Personen. Mitte 2025 war die Zahl dann auf über 800 angewachsen.
Ihre Hauptaufgabe sahen die ursprünglichen Vogelschützer lange Zeit im Aufhängen von Nisthilfen und in deren Betreuung. Das ist auch heute noch ein wichtiger Tätigkeitsbereich. Erst zu Beginn der 1970er Jahre ging man dazu über, ganze Biotope anzulegen und zu erhalten.
Unser bisher größter Erfolg sind die Biotope „Schmiedstobel“ und „Steuchenteich“ mit 20 ar bzw. 2 ar Wasserfläche, die Anfang der 1980er Jahre geschaffen wurden. Ihre unmittelbare Umgebung wurde mit einheimischen Sträuchern, Hecken, Trockenmauern, Sitzstangen für Greifvögel und anderen Nist- und Lebenshilfen ökologisch aufgewertet. Der Erfolg stellte sich rasch ein: Neuntöter, Gartenrotschwanz und Halsbandschnäpper waren bald anzutreffen, ebenso Eidechsen, Ringel- und Schlingnattern und verschiedene Frosch- und Krötenarten.