Die NABU - Metzingen Biotope

Kleinode in der Landschaft - dank tatkräftiger Unterstützung

Schutzgebiete der NABU-Gruppe Metzingen:

Der NABU Metzingen betreut mehrere Schutzgebiete auf der Gemarkung Metzingen im Ermstal:

  1. Schutzgebiet Steuchenteich

  2. Schutzgebiet Schmiedstobel

  3. Biotopvernetzung – Hecke Nefenlohweg (Herdgasse)

  4. Biotopvernetzung – Hecke Postweg:

  5. Biotop Bebenholz

Als Biotope bezeichnet man in der Biologie bestimmte abgrenzbare Lebensräume. Die Natur soll in diesen Gebieten Vorrang haben, Tiere und Pflanzen sollen hier Nahrung und Ruhe genießen können.

 

Lebensraum: Unsere Schutzgebiete sind ein mit Hecken und Sträuchern umgebener Raum mit insgesamt einem großen und zwei kleineren Seen. Verschiedene Kleinbiotope (Trockenmauer, Streuobstbau, Wiese) erhöhen die Vielfalt der Möglichkeiten zur Ansiedlung von Tieren, Vögeln, Insekten, Lurchen etc.

 

Altgras wird als Brutplatz für Rotkehlchen / Rebhuhn und als Unterschlupf für Reptilien, Käfer, Igel etc. erhalten.

Brombeeren und Himbeeren werden als Einfriedung des Geländes (vor dem Menschen, nur in Bereichen, wo sie nicht stören) und als Nahrung (Blüte, Frucht, Blätter) erhalten.

 

Nahrung: Unbedingt zu erhalten bzw. zu pflanzen sind Sträucher wie z.B. Holunder, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen, Weißdorn, Schwarzdorn, oder Schneeball. Sie bieten in der Blüte Nektar für Wild- und Honigbienen, Hummeln und sonstige Insekten. Die Früchte wiederum sind eine unverzichtbare Nahrung für unsere heimischen Vögel im Winter. Das gleiche gilt für unsere Obstbäume auf den Streuobstwiesen.

 

Brombeeren und Himbeeren sind „Spätblüher“. Deren Nektar ist besonders wichtig für alle Insekten, die Früchte für die Vögel und die Blätter für die Rehe..

 

Ruhe: Um die Ansiedlung von scheuen Tieren wie z.B. Reh, Feldhase, Wiesel, Frosch, Eidechse, Ringelnatter und von Vögeln wie Eisvogel, Neuntöter, Zaunkönig, Blesshuhn, Rotkehlchen oder Enten zu ermöglichen ist das Gebiet als Ruhezone zu betrachten. Deshalb darf das Gebiet nicht betreten werden, jegliche Störungen sind zu vermeiden. Beobachtungen können vom Wegrand aus gemacht werden. Am Schmiedstobelsee steht ein Hochsitz hierzu zur Verfügung, von dem aus der See eingesehen werden kann.

 

Pflegemassnahmen: Die Wiesenmahd wird erst später im Jahr durchgeführt (nach dem sonst üblichen 1. Heuschnitt). An dem nachwachsenden Gras überwintern dann verschiedenste Insektenarten und Spinnen. Ferner finden Käfer und Amphibien einen Schutz und Unterschlupf.
Für die Heckenpflege und den Holzeinschlag wird im Gremium ein Pflegeplan für das jeweilige Jahr gemeinsam entwickelt und im Winterhalbjahr dann gemeinsam in verschiedenen Arbeitseinsätzen durchgeführt. Auch die Obstbäume müssen einmal im Jahr einem Pflegeschnitt unterzogen werden.

 

Unsere Schutzgebiete im Detail

Schutzgebiet Schmiedstobel

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Schutzgebiet Steuchenteich

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Biotopvernetzung - Hecke Nefenlohweg (Herdgasse)

Früher trennte eine große Freifläche / Wiese ohne Baumbestand dieBereiche Aierspach und Schmiedstobel.

Durch das Pflanzen einer Verbindungshecke zusammen mit der Uhlandschule Neuhausen wurden die Streuobstwiesen miteinander verbunden.

Die Hecke dient den Tieren als "Lebensraumbrücke" von Biotop zu Biotop.


Biotopvernetzung Postweg

Früher trennte eine große Freifläche / Wiese ohne Baumbestand dieBereiche Schmiedstobel (Tiefenbachtal) und Steige (Glemsbachtal).

Durch das Pflanzen einer Verbindungshecke zusammen mit der Uhlandschule Neuhausen wurden die Streuobstwiesen des Tiefenbachtales mit den Streuobstwiesen des Glemsbachtales miteinander verbunden.

Dadurch wurden die beiden Streuobstgürtel miteinander verbunden.


Biotop Bebenholz

Die Krötenanderung zu Beginn des Frühjahrs führte immer zu Strassensperrungen: Die Kröten wanderten vom Roßfeld bis zum Schmiedstobelsee und mussten hierzu zwei Hauptverkehrsstrassen überwinden.

 

Um hier Ersatzlaichgewässer zu schaffen wurde der See im Biotop Bebenholz angelegt.

 

Ein voller Erfolg: Heute ziehen die Kröten zumeist zu den am nächsten gelegenen Laichgewässern. Dadurch gibt es unter anderem deutlich weniger überfahrene Kröten.