

Viele Tierarten siedeln sich gerne in der Nähe des Menschen an. Turmfalken, Dohlen, Fledermäuse oder Schleiereulen nutzen auch Kirchtürme und andere hohe Gebäude in
Städten und Dörfern als Ersatz für natürliche Bruthöhlen in Felsen oder Bäumen. Viele der Arten leiden jedoch darunter, dass Brutmöglichkeiten in den Siedlungen zunehmend verloren gehen. Bei
Kirchturmsanierungen werden zum Beispiel Einfluglöcher oder Brutnischen verschlossen oder Gitter zur Abwehr von Tauben angebracht. Dann stehen nicht nur die großen Vögel sondern auch kleine Arten
wie Sperling oder Hausrotschwanz vor verschlossener Tür.
Der Kirchturm der Metzinger Martinskirche beherbergt eine Fledermaus-Kolonie und wird auch von Turmfalken als Brutplatz genutzt. Unsere Ortsgruppe betreut diesen Ort zwecks Artenschutz und beteiligt sich damit an der Aktion „Lebensraum Kirchturm“, mit welcher sich der NABU für die Sicherung von Nistplätzen bedrohter Arten in Kirchtürmen einsetzt.
Im Zentrum unserer Aktivitäten steht die jährliche Säuberungsaktion. Dabei wird der Kirchturm insbesondere von Kot befreit. Parallel wird die Fledermaus-Population in Augenschein genommen und zahlenmäßig dokumentiert.
Die im Februar 2026 durchgeführte Aktion brachte erfreuliche Zahlen zutage:



Hier erfahren Sie mehr über die NABU-Aktion "Lebensraum Kirchturm":
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/lebensraum-kirchturm/index.html