Kirchengemeinde Neuhausen/Erms

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Jahresprogramm 2018

Hier können Sie unser Jahresprogramm für 2018 herunterladen.

NABU-Event NachtNatur-Familienaktion mit Lagerfeuer:

Eine Info-Aktion rund um die Fledermäuse sowie eine kleine Tour rund um den Metzinger Stausee für Jung und Alt …

 Infos zu unseren Fledermäusen:

  • Wo verstecken sich unsere Fledermäuse im Sommer und im Winter?
  • Wie können wir Menschen die Fledermäuse unterstützen?
    Wie sieht ein Fledermausgerechter Garten aus?
  • Lagerfeuer  (Wer zu Beginn der Veranstaltung gerne grillen möchte: bitte Grillvesper selber mitbringen)

 Samstag, 01. September 2018, 19.00 Uhr

 Treffpunk:    Parkplatz des CVJM-Heim Steuchen in Metzingen-Neuhausen
                        an der Verbindungsstrasse zum Stausee

Achtung:          Wer bereits einen Ausweis für das ”Leistungsabzeichen Natur” hat
                         sollte ihn bitte mitbringen.

Eintritt frei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Veranstaltungen 2018

NABU-Bericht von der „Natur- und heimatkundlichen Exkursion in Seeburg“

Den Hof gemacht hat den vielen Freunden der Natur und Heimat bei der frühmorgendlichen Entdeckungstour der NABU Gruppe Metzingen mit Albert Brodbeck, zunächst das Örtchen Seeburg, auf Tuff gebaut und umgeben von einer malerischen Landschaftskulisse im satten Grün. Mit den „Hofmeister“ Familie Ursula und Günther Salzer, Ortsvorsteher Heinz Gnoyke und Hobbyhistoriker Ludwig Hölz. Nur die Mehlschwalben haben sich Anfang Mai spärlich eingefunden. Willkommen sind sie hier allemal, unter manchem Dachgesims laden reihenweise künstliche Napfnester zur Familiengründung ein. Vorbei ging es an der Ev. St. Johanneskirche mit ihrem Spitz-Glockenturm und Uhr. In der steilen Flanke des Hartberg ragt der Nägelesfelsen, eine massige Kalksteinpartie, heraus. Am Fuße ein spärlich begrünter Felsvorsprung, keck darauf ein alles andere als kuscheliges Nest des Turmfalkenpaares. Und mittig, in einer Höhle, hat sich ein Kolkrabenpaar, in friedlicher Koexistenz zum Nachbarn, eingenistet. Der Schwall Warmluft kam den Herrschern der „Seeburger Lüfte“ zu pass. Im Energiesparmodus ließen sich der Turmfalkenpapa und ein Mäusebussard hochschrauben. Den Lebensraum meist friedlich teilen tun sich auch die Kolkraben und die Schafe. Wenn auch Schäfer schon mal Attacken auf ihre Lämmer beklagt haben. Richtig gewandert wurde nun steilbergan auf die Albhochfläche Der Waldboden mit Farbtupfern vom Immergrün, Zwiebel-Zahnwurz, Salamonsiegel, Knoblauchsrauke. Pferde auf der Koppel. Ein schmiedeeisernes Tor gibt den Blick frei auf ausgedehnte Wiesen, hier oben noch in Gelb vom blühenden Löwenzahn und Hahnenfuß. In der Ferne, ganz verwunschen auf seinem Weißjurastotzen das umfänglich und originalgetreu restaurierte Romantikschlösschen Uhenfels. Ein Schlossherr wird gesucht, aber einen König der Nacht hat es schon seit einigen Jahren. Die Rückkehr des Uhus und Namensgeber in seinen ursprünglichen Lebensraum, ist eine Erfolgsgeschichte für den Artenschutz und eine für die Heimat und Kultur durch den Erhalt dieses historischen Kleinods aus dem Jahre 1883. Gar eine sechshundertjährige Geschichte hat das gleichnamige Hofgut. Aus dem traditionellen Stall für Mutterkühe flogen die Rauchschwalben unentwegt rein und raus. Den krönenden Abschluss bei Speis und Trank gab es im Tal in der Dorfmitte beim Löwirtsmaries Häusle und Karl Wagner`s idyllischem Park, wo sich Felsen und Häuser im Teich spiegeln. Der Förderverein „Seeburg schafft Zukunft“ hatte eingeladen.

Exkursionsbericht: „Naturkundliche Tour mit dem Jäger und Heger und dem Vogelkundler durch Wald und Flur“.

Was wäre ein Frühlingsmorgen ohne ein Vogelkonzert. Dazu ein alles andere als launiger April, der bereits zu seinem Ende hin, die Apfelbäume in ein weiß-rosa Blütenkleid hüllt. Die Rotbuchen haben frische lichtgrüne Blätter, Maiglöckchen duften und es riecht etwas streng nach Knoblauch vom aufblühenden Bärlauch. All diese Genüsse, angereichert mit Erklärungen über dieses heimische Naturgeschehen, konnte eine große Wanderschar in sich aufnehmen. Die beiden Metzinger Gruppen des SAV und NABU hatten eingeladen. Dieses umtriebige Geschehen am Parkplatz des Glemser Stausees, muss wohl das Grauspecht-Männchen zu unablässigen Revierrufen, abfallende “güh“-Laute, heraus gefordert haben. Lichter Laubwald, wo die Sonne die Bodenvegetation erwärmt, mit einem Höhlenangebot, Obstwiesen mit Erdameisen, ist sein Lebensraum. Albert Brodbeck konnte in seinen ornithologischen Info-Bereich gleich einsteigen. „Der naturnahe Wald und die Kulturlandschaft braucht den Jäger und Heger“, „Jagd ist ehrenamtliche Aufgabe und Leidenschaft“, Claudia und Albrecht Merz von der Jagdgemeinschaft „Äußerer Wald“, wussten diese allgemeinen Aussagen mit besonderem Sachverstand zu verdeutlichen. Auch die Jagd basiert auf Nachhaltigkeit und des Gleichgewichts. Nur die 5-6 Rehe werden hier der Natur entnommen, die auch durch Junge nachwachsen. Dazu braucht es keinen behördlichen Plan. Junge Triebe, Kräuter mögen die Schleckmäuler und Ruhe. Die haben sie nicht, wenn der Mensch zu jeder Zeit überall unterwegs sein kann. Fallwild im Straßenverkehr, ein Problem für alle Beteiligten. Die Natur verändert sich durch Siedlungen und Verkehr nachhaltig. Lebensraum-, Nahrungs-, Verlust der Artenvielfalt ist die Folge. Gebietsfremde Arten wie der Waschbär sind eine Gefahr. Gravierend auch die veränderte Landnutzung. Mais, Raps-Anbau, dort geht es dem anpassungsfähigen Wildschwein saugut. Dazu milde Winter mit häufigeren Mastjahren von Buchen- und Eichenfrüchten. Mitten ging es durch die Stöckleshalde, oberhalb des Tiefenbachs, ein Laubbaummischwald, aufgeforstet auf einer Müllhalde. Der Auslauf des Stausees mündet in den Tiefenbach mit seinem ökologisch bedeutenden Vorkommen an Steinkrebsen. Doch die Krebspest ließ im Jahr 2006 den gesamten Bestand auf weitere Dauer vernichten. In den frei gespülten Wurzeln residiert jedoch der Zaunkönig. Er baut gleich mehrere Kugelnester für seine Königin. Schon frühmorgens, laut schmetternd sein Gesang. Der Waldlaubsänger, ein Charaktervogel des Laubwaldes, war mit seinem Schwirrgesang nicht zu hören. Auch im „Äußeren Wald“ hat der Langstreckenzieher in den letzten 10 Jahren einen dramatischen Bestandsrückgang. Durch die Klimaerwärmung passt wohl das Zeitfenster Insektenvorkommen und Nahrung für die Jungvögel nicht mehr zusammen.

Veranstaltungen

Unsere Veranstaltungen  finden alle im ersten Halbjahr statt aus dem einfachen Grund, weil da in der Natur am meisten zu sehen (und zu hören!) ist. 

Generell gilt: Die Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen ist für Mitglieder und Nichtmitglieder kostenlos. Es wird jedoch um eine kleine Spende für die örtliche Naturschutzarbeit gebeten.

Wichtig: Wenn ein Programmpunkt zum Beispiel wegen ungünstiger Witterung oder aus einem anderen Grund kurzfristig verschoben oder ganz abgesagt werden muss, so finden Sie einen Hinweis darauf unter "Aktuell" bis zwei Stunden vor Beginn.

NABU-Bericht über unsere Jahreshauptversammlung 2017

Seit 115 Jahren besteht die NABU Gruppe Metzingen, wenn das keine Nachhaltigkeit ist. Die wird auch die nächsten drei Jahre gewährleistet sein durch ein wieder einstimmig gewähltes bewährtes Führungsteam mit dem 1. und 2. Vorsitzenden Horst Lang und Dietmar Schurr. Albert Brodbeck ist weiterhin verantwortlich für die Finanzen. Anette Arnold und Susanne Jost prüfen diesen Bereich. Dazu gibt es eine zukunftsfähige Entwicklung bei nun um die 600 Mitgliedern. Und durch die Familiengruppe mit Jugendreferent Andreas Knapp und motivierte Eltern. Nicht zuletzt wäre all die Vielfalt an Engagement für den praktizierten Natur-, Landschaft- und Umweltschutz im Ermstal und letztlich für den Menschen, nicht umsetzbar ohne die motivierte und kompetente Kernmannschaft, konstant zwei Dutzend an der Zahl. Für langjähriges, umfassendes Wirken gab es eine würdige Ehrung durch den Vorsitzenden. Dank und Anerkennung wurde auch Jürgen Thumm aus Bad Urach zuteil für die Unterstützung in seiner 60-jährigen Mitgliedschaft. In Gedenken eines unermüdlichen Machers für die Natur und Gruppe, wurde Abschied genommen vom verstorbenen Herbert Hartter. Kommunikation durch Medien, auch in diesem Bereich ist die Gruppe auf dem neuzeitlichen Stand. Auch dank der örtlichen Tagespresse, die die regelmäßigen aktuellen Beiträge von Albert Brodbeck und Rolf Veit publizieren. Eine von Michael Höller neu gestaltete, informative Homepage, ein kreierter Newsletter, Apps für die eigenen Artenschutzprojekte sollen allgemein in die Breite informieren. Ein positives Fazit zog sichtlich stolz Horst Lang in seinem Powerpoint-Bericht: „Wir sind ein Team mit Tatkraft und Ideen. Alle sind willkommen, sich mit seinen Fähigkeiten und zeitlichen Möglichkeiten einzubringen“. Für die Artenvielfalt: Biotope vernetzen und pflegen. Die Generalsanierung des Schmiedstobelsees, vorne dran Dr. Albrecht Gorthner, mit wesentlicher Unterstützung der Stadt Metzingen, wurde erfolgreich abgeschlossen. Ein komplexes Projekt, das den Zusammenhalt der Gruppe strapaziert hat; Schutzmaßnahmen für Vögel, Amphibien, Fledermäuse; erfolgreicher Start der Familiengruppe und Kooperation mit Schulen, Kindergärten, kommunale Verwaltungen: Webcam-Blicke ins Vogelnest, Wildbienenhotels eröffnen, Batdetektoren bauen; Naturerlebnisweg, neue Ideen umsetzen wie. „Vogelgezwitscher mit Solarstrom“; Natur auf Betriebsgelände; Laufsport und Artenschutz; Naturerlebnistage; Markungsputzete; vielseitige Exkursionen;Präsentationen, Vorträge, Serienproduktion Vogelfettfutter; Beteiligung an der Bürgersolaranlage Uhlandschule; Stellungnahmen gegenüber Behörden (Erms-Hochwasserschutz, Gestaltung G+V-Areal); auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz.

Foto: Die Geehrten mit den beiden Vorsitzenden (von links): Rolf Frey, Detlef Schollmeier,Günter Lerch, Dietmar Schurr, Dr. Ulrich Lorch, Horst Lang, Andreas Knapp und Jürgen Thumm.