Igelhilfe - aber richtig!

Wann braucht ein Igel menschliche Hilfe?

Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Igel sind hilfsbedürftig, wenn sie krank, verletzt, klein und verwaist, schutzlos, gefangen oder unterernährt / zu leicht sind:

  • das heißt wenn Igel offene, blutende Wunden haben, lahmen, torkeln, schreien, sich krümmen oder krampfen, auf der Seite liegen und die Beine weit von sich strecken, gelähmt sind (= Vitaminmangel) gebrochenes Bein (eingerollt steht das gebrochene Bein ab) Achtung dies sind NOTFÄLLE! Bitte bringen sie den Igel SOFORT zu einem Tierarzt oder Tierklinik.
  •  Hilfsbedürftig sind Igel außerdem wenn sie sich bei Berührung nicht einrollen, übersät von Parasiten sind (wie Fliegen, Fliegen-Eier, Maden, Zecken) Schwellungen, Beulen, Krusten oder Verklebungen im Stachelkleid oder Fell haben, husten, röcheln, Schleim an der Nase, trockene Nase, Kahlstellen im Stachelkleid oder Haarkleid, Abszesse haben, völlig verschmutzt sind
  • wenn Babys blind ohne fertiges Stachelkleid unter 100g außerhalb des Nestes sind
  • Jungigel die tagsüber sichtbar herumirren = kommt von September - November häufig vor = bitte nach Geschwistern und Mutter suchen!
  • Igel sich kalt anfühlen = die Bauchseite sollte deutlich handwarm sein (36°C), BITTE FÜHLEN SIE HIN! (unterkühlte Igel bewegen sich kaum oder langsam, die Atmung ist sehr flach, man sieht kaum Bewegungen)
  • sie hockend lang und schmal ausehen, so wie eine Wurst
  • oder wenn sie eingerollt schmal sind und nicht rund wie ein kugeliges Ei
  • stark unterernährt sind  =  abgemagert, haben hervorstehende Hüftknochen, einen eingefallenen Bauch, hervorstehende Schultern und einen schmalen Hals
  • eingefallene oder geschlossene Augen, Schlitzaugen oder vereiterte Augen haben, anstatt kugelige, glänzende Knopf-Augen
  • sie in der Sonne liegen
  • wenn Igel tagaktiv sind = eine ganzjährig gültige Regel!
  • Bei anhaltendem Schnee / Frost herumirren, dann auch bei Dämmerung oder nachts ein akutes Problem!
  • gefangen sind = aus eigener Kraft oder mangelder Körpergröße nicht wieder freikommen, z.B. Lichtschacht, Kellertreppe, Grube, hoher Bordstein, Tunnel, Verkehrsinsel...
  • Bei einem oder mehreren dieser Anzeichen ist HILFE NOTWENDIG. Bitte nehmen Sie den Igel mit nach Hause, in die Wärme, also erst einmal INS HAUS.
  • Soforthilfe: Setzen Sie ihn in ein Box gleich welcher Art, Hauptsache ca. 40cm hoch. Legen Sie ein Handtuch/Zeitungen rein und decken Sie ihn mir einem Handtuch zu und geben Sie ihm ein Schälchen Wasser. Dann ist Zeit zu planen
  • oder ins Tierheim Reutlingen-Sondelfingen, Tel.: 07121 . 144 806 94, www.tierschutzverein-reutlingen.de bringen.

Grobe Richtlinien für das Gewicht junger Igel:

  • Mitte Oktober:                  über 500g = in Ordnung,       500g = grenzwertig!        unter 400g = zu leicht!!!
  • ab Anfang November:   über 600g = in Ordnung,       600g = grenzwertig!        unter 500g = zu leicht!!!
    Im Zweifelsfall nehmen Sie den Igel bitte mit und wiegen ihn. Entweder muss der Igel behalten und gepäppelt werden oder am Fundort wieder ausgesetzt werden.

(für Fotos mit verschiedenen Größen und Gewichten bitte weiter runter scrollen)

Wieder in Freiheit! Mit einem wetterfesten Igelhaus als Rückzugsort, Wasser und gewohntem Futter gelingt die Auswilderung Ende Oktober auf einem naturnahen Gütle gut. Foto: Karin Fesseler
Wieder in Freiheit! Mit einem wetterfesten Igelhaus als Rückzugsort, Wasser und gewohntem Futter gelingt die Auswilderung Ende Oktober auf einem naturnahen Gütle gut. Foto: Karin Fesseler

 

Wenn Sie sich doch nicht sicher sind, dann bringen Sie bitte den Igel zu einem Tierarzt / Tierklinik der sich einen Überblick über den Gesamtzustand des Tieres verschafft. Igel werden oft kostenlos behandelt.

Tierheime beherrschen und leisten diese Einschätzung auch. Für Igel die im Kreis Reutlingen in Not geraten sind, ist das Tierheim Reutlingen zuständig, Telefon: 071 21 . 144 806 94   www.tierschutzverein-reutlingen.de

Oder igelkundige Personen, z.B. Waltraud Hoyer, Telefon: 071 27 . 319 17

 

Ansonsten gilt für hilfsbedürftige Igel: mit ein bisschen Engagement und gutem Willen kann jede/r Finder/in den Igel selbst versorgen.

Und das geht ganz einfach so:

 

1. Das Igel-Futter:

  • Katzennassfutter (wenn möglich für Kitten!) mit einem hohen Rohfleischanteil zum Beispiel von ANIMONDA, ROYAL CANIN oder HILL`S (Rohfleischanteil weit über 65%)
  • Achtung: Kein (billig-) Nassfutter in Soße oder Gelee geben!
  • Hähnchenherzen, roh (gibt es tiefgefroren in vielen Supermärkten) leicht angetaut kleinschneiden
  • oder Hühnchenflügel kurz gekocht, mit den Knochen dem Igel zum Abnagen geben = ist gleichzeitig Beschäftigung (gibt es frisch oder gefroren in vielen Supermärkten)
  • Igel-Trockenfutter der Marke CLAUS oder WELZHOFER (auch eingeweicht)
  • Katzentrockenfutter von ROYAL CANIN "Mother & Babycat" ist ideal (auach eingeweicht)
  • das hat jeder zuhause: Eier! Rührei, nur mit Wasser ohne Öl aus einer Antihaftpfanne oder gekochtes Ei
  • vom Hackfleisch vom Rind (gehackt oder fein geschnitten), kurz gekocht / kurz gebraten, alles außer Leber.
  • als Getränk Wasser oder ungesüßter Fenchel- oder Kamillentee
  • appetitanregend: etwas Honig übers Futter geben
  • eine abwechslungsreichen Zusammenstellung von s.o. soll der Versuch sein, die natürlich Igelnahrung = Nachtaktive Insekten nachzuahmen bzw. in die Nähe zu kommen.

Bitte:

  • Bitte seien Sie großzügig! Lieber zu viel Futter anbieten, als zu wenig. Verschmutztes/älteres Futter wegwerfen!
  • Bitte geben Sie Ihrem Igel hochwertiges Futter. Das belastet seine Verdauung viel weniger und er kann schneller und gesünder heranwachsen. Dies verkürzt seine Zeit in Gefangenschaft deutlich und auch Ihre Zeit des Päppelns!
  • niemals Milch, Speisereste oder Gewürztes geben und auch kein Obst oder Gemüse !!!
  • Bitte beachten Sie, ein Igel kann sehr viel fressen! Ist am Morgen das Futter weg, war es zu wenig! Geben Sie ihm in der nächsten Nacht deutlich mehr. Bleibt etwas übrig, von dem, was der Igel gerne mag, ist es gut.

ACHTUNG: Ein unterkühlter, frierender Igel frisst nicht, auch wenn er hunrig ist, deshalb:

Hinfühlen und prüfen: ist der Igelbauch handwarm, 35-36° C ist es gut. Ist der Igelbauch kalt, bitte den Igel auf eine handwarme und mit einem Handtuch umwickelte Wärmeflasche legen und zudecken. (Er muss die Möglichkeit haben, selbst an einen kühleren Platz gelangen zu können!) Erholt sich der Igel nicht innerhalb weniger Stunden, sollten Sie einen Tierarzt/Tierklinik aufsuchen.

Auch sonst gilt, wird der Igel in zu kalten Räumen oder draußen gehalten und er ist noch zu klein oder geschwächt, dann frisst er nicht!

 

 2. Igel beherbergen:

  • Ein Gehege aus einem Pappkarton, Plastikwanne oder ähnliches was Sie greifbar haben,  ca. 50 x 70 cm und 40 - 50 cm hoch oder gerne auch viel größer, dick ausgelegt mit Zeitungen. Ziel: ausbruchsicher! (Wird der Igel größer, kann ein weiterer Karton angebaut werden)
  • Oder was immer Sie auch gerade zur Verfügung haben was die Zwecke Auslauf und Schutz erfüllt und gut zu reinigen ist.
  • ein Schlafhäuschen ca. 30 x 20 x 20 cm mit einem Eingangsloch ca. 10 x 10 cm, ausgelegt mit Zeitungen und mit reichlich Füllmaterial "gemütlich gestopft" = zerrupfte Zeitungen, Zewa und gerne etwas trockenes Laub
  • 3 waschbare Schälchen, niedrig, schwer, kippsicher, 2 x Futter (1 x trocken/1 x nass) und 1 x Wasser
  • Natürliches, z.B. trockene Blätter, Zweige, ein wenig Heu oder Stroh liefern den Duft nach Natur und Beschäftigung während der Gefangenschaft, muss aber nicht sein. Zerrupfte und zerknüllte Zeitungen laden auch zum Spielen und selbstpolstern des Häuschen ein.
  • Im Gehege verstreutes Trockenfutter "Mother & Babycat" animiert zum Futtersuchen.

"Ist der Notfall erst einmal behoben, kann und darf natürlich alles oben genannte verbessert, vergrößert oder ausgebaut werden!"

 

3. Die tägliche Arbeit:

  • jeden morgen das Zeitungspapier wechseln. Auch unterm Tag Kot/Urin entfernen wäre gut.
  • das Schläfhäuschen bitte auch kontrollieren!
  • Verschmutztes Futter und altes Nassfutter wegwerfen (Achtung: Ist nachts zu viel Futter verschmutzt worden, morgens nochmals füttern.)
  • Näpfchen heiß waschen
  • den Igel täglich wiegen und das Gewicht aufschreiben (immer zur gleichen Zeit).
  • Kot beurteilen (mit Augen und Nase): er sollte wurstartig geformt und braun bis dunkelbraun sein. Farbabweichung und andere Konsistenz = Grün-/Grau-/ Beigetöne, hell, oder weich matschig, schmierig, wässrig - sind ein Anzeichen für eine Krankheit/Parasiten. Igel-Kot riecht, aber ein intensiver Gestank ist ein Alarmzeichen. Ein weiters Alarmzeichen ist rötlicher, blutiger Kot! (Zum Tierarzt immer Kotproben mitnehmen) Bitte beachten Sie beim Füttern: viel Ei = Kot gelblich! viel Hähnchenherzen = Kot tiefdunkelbraun!
  • kleinen Igeln (bis ca. 250g) auch morgens Frischfutter anbieten
  • Trockenfutter und Wasser immer ganztags anbieten
  • abends Nass-Futter und frisches Wasser geben

4. Wärme:

Je kleiner der Igel ist, desto sicherer benötigt er Wärme. Igel unter ca. 350g bitte im warmen Zimmer halten. Je später es im Jahr ist, je kälter es tagsüber und vorallem nachts ist und je garstiger die Witterung ist, desto eher muss auch ein Igel bis/über 500g ins Haus!

 

5. Verhalten

  • Igel schlafen den ganzen Tag bis auf wenige kurze Wachphasen in denen sie Kot und Urin absetzen und evt. etwas fressen: bitte lassen Sie ihn in Ruhe!
  • Igel werden abends zu unterschiedlicher Zeit aktiv, ruhen sich hin und wieder aus und gehen genauso unterschiedlich früh morgens wieder ins Schlafhaus zurück.
  • jedes Tier ist einmalig und schreibt seine ganz eigene Geschichte.

 Wichtig: Wildtiere sind niemals Kinderspielzeug! Gefangenschaft ist Streß!

 

Beratung, Hilfestellung, Hausbesuche und Begleitung zur Selbstversorgung eines Igels bekommen Sie sehr gerne von:

Waltraud Hoyer

Telefon: 071 27 .  319 17 (kein AB) Mo. - So. von 9 - 19 Uhr

E-Mail: waltraud.hoyer@gmx.de

 

 

Ein Igel schlummert selig unter Zeitungsschnitzel in einem guten Päppel-Zuhause auf Zeit. Foto: Sabine Kusterer
Ein Igel schlummert selig unter Zeitungsschnitzel in einem guten Päppel-Zuhause auf Zeit. Foto: Sabine Kusterer

Winterschlaf eines Jungigels in menschlicher Obhut

Über 600g sind für einen Jungigel ein gutes Winterschlafgewicht, noch sicherer sind 700g

Für einen erfolgreichen Winterschlaf benötigt der Igel Kälte. Das heißt +5° oder weniger. Minusgrade sind kein Problem wenn das Schlafhaus gut gepolstert ist.

Bevorzugt Nordost-Seite, so dass die ersten wärmenden Sonnenstrahlen nicht gleich das Igelhaus wärmen

 

"Indoor"/ Karton-Gehege unter einem schützenden Dach = in einem Schuppen, Garage, Scheune, Carport, oder auch eine überdachte Terrasse oder Balkon, kalter Keller aber mit Tageslicht , etc. alles, wo das Kartongehege und das Schlafhäuschen nicht nass werden, weder von oben noch von unten. (ggf. Kies unter den Gehegekarton streuen)

  • Kartongehege gut polstern = Karton oder Decke unter das Kartongehege legen.
  • Das Karton-Schlafhäuschen gut stopfen und dem Igel dazu noch sehr viel Nistmaterial (Laub, zerrupfte Zeitung, Stroh, Heu) anbieten / ins Gehege legen
  • nur noch Igel-Trockenfutter geben und dieses dann reduzieren
  • schläft er nicht ein, dann das Futter wegnehmen, Wasser bleibt ständig im Gehege.
  • Schutz von oben: Karton oder Gitter gegen ungebetene Gäste, die das Futter fressen wollen.
  • oder Futter in einen Karton mit einem Eingang wie im Schlafhäuschen stellen

Ideal: das Kartonschlafhäuschen in einen Karton stellen, der rundum ca. 2 - 4 cm größer ist. Diese Zwischenräume mit Zeitungspapier oder Laub ausstopfen (Tür reinschneiden nicht vergessen)

 

"Outdoor"/ wetterfestes Gehege im Freien = im Garten oder auf dem Gütle (keine Südseite, Schattenplatz) Das Gehege kann ein kaufbares Kleintiergehege sein oder Aufsatzrahmen für Paletten, einfache Brettergehege oder mit einem Katzennetz und Eckstangen/Stäben aus Eisen oder Holz  gebaut (Achtung, am Boden entlag vor Ausbruch sichern: Stäbe einfädeln oder Zeltheringe,  das Netz darf vom Igel nicht herunter gezogen werden können) oder ein Kaninchenhaus ( in ein 2-stöckiges passen auf beide Etagen je ein Igel )und andere wetterfeste Ideen .....

  • Schlaf-Holzhaus, mit festem Boden oder ohne Boden, gut gestopft, sehr viel Füllmaterial anbieten (ggf das Gehege wasserdicht abdecken bis der Igel mit dem Nestbau fertig ist, damit das Stopfmaterial nicht nass wird.)
  • Haus mit integriertem Futterplatz oder ein zweites wetterfestes Haus oder umgedrehter Eimer mit Eingangsloch
  • das Wasser steht vor dem Haus
  • das Schlafhaus darf nicht in einer Senke stehen, es darf sich kein Wasser ansammeln können
  • Steinhaus = Stein(e) links, rechts, hinten, wetterfeste Platte darauflegen und das Kartonschlafhäuschen reinstellen. Achtung, bitte das Kartonhäuschen auf Kies stellen, damit es von untern nicht einweicht
  • auch das Outdoorgehege kann mit einem Zaun oder Netz zum Schutz belegt werden

"Indoor"- und "Outdoor"- Kontrolle:
Zur Kontrolle, ob Ihr Igel schläft, kleben Sie ein Stück WC-Papier vor die Schlafhäuschentür, oder stecken Sie ein ZEWA leicht direkt hinter die Tür rein. Falls der Igel rauskommt, wird er auf jeden Fall diese "Barriere" niederreißen.
Machen Sie nichts, wenn dem Igel Wasser zur Verfügung steht.


Bildergalerie: Nach dem Päppeln darf eine junge Igelin am 30.11.2020 raus in einen gesicherten Winterschlafplatz. Kugelrund und gesund hat sie im Hühnergehege viele Unterschlupfmöglichkeiten und reichlich trockenes Material um daraus ihr Schlafnest zu bauen. Alle 5 Fotos: Tobias Mayer

 

 

Noch ein Wort zum Futterentzug
Es hört sich für mache Menschen grausam an und ist für manchen Menschen schwer durchzuziehen, ihrem Liebling das Futter ganz weg zu nehmen. Aber, schläft der Igel nicht kommt er aus seinem natürliche Lebensrythmus.  Frisst er im schlimmsten Fall den ganzen Winter durch, droht die tödliche Gefahr der Verfettung!

Nach dem Winterschlaf, im März, April oder selten im Mai dürfen Sie ihn wieder aufpäppeln, bis er ein gutes Startgewicht für die Abenteuer in Freiheit hat.

 

Woran Sie merken, dass Ihr Igel in den Winterschlaf gehen will:

  • er frisst weniger, vorallem weniger/kein Nassfutter
  • er rennt und kratzt im Gehege auf der Suche nach Nistmaterial
  • der Einschlafprozess kann 1 - 4 Tagen sein und variiert von Igel zu Igel und der Jahreszeit/Temperatur
  • er ist deutlich weniger aktiv
  • er hat ein gutes Winterschlafgewicht erreicht
  • er rennt und kratzt im Gehege auf der Suche nach Nistmaterial
  • er baut sich aus bereitgestelltem Nistmaterial sein Schlafhaus aus / zieht Nistmaterial ins Haus rein. Bitte das Nest dann nicht mehr zerstören! Lieber wiegen sie den Igel nicht mehr.

Kennzeichen, dass Ihr Igel schläft:

  • eingerollt sieht er auf der Seite liegend, fast flach aus
  • bei Berührung bewegen sich die Stacheln nur noch in Zeitlupe
  • seine Atmung ist flach, kaum sichtbar
  • Sein Herschlag ist nur noch wenige male pro Minuten
  • Wenn Sie Ihn auf der Hand haben (zum Wiegen/reinigen des Schlafhäuschen) bewegt er sich nicht
  • die Stacheln bewegen sich nur sehr sehr langsam, wenn man ihn berührt

Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

 Ein Igel-Tagebuch 

 

Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Dieses Igelbaby hier auf dem Bild wiegt 100 Gramm und ist etwa 10 cm lang. Am 1.10.2019 irrte das Igelchen 96g leicht tagsüber alleine mutterlos umher. Die Finder sahen, wie Fliegen auf dem Winzling Eier ablegten!

Erste Hilfe: eine Kleintier-Transportbox dick ausgelegt mit Zewa, eine Wärmflasche in diesem Fall unter der Box, Rührei mit Katzennassfutter und Wasser in WECK-Glasdeckelchen, nach dem Foto wurde er wieder mit einem Frotteetüchlein zugedeckt. Beherbergt in der warmen Küche bei 19 - 22°C.

Fliegeneier: Diese werden mit einer Zahnbürste aus Stachelkleid und Fell gebürstet. Jede Hautfalte und jede Körperöffnung muss akriebisch kontrolliert werden! Dabei kann man gleich erkennen, ob der Igel Flöhe etc. hat.

Gegen Flöhe und kleine Zecken hilft Jacutin-Spray aus der Apotheke, Sprühabstand ca. 10 cm, nicht ins Gesicht sprühen. Für Frischluft für den Igel sorgen!



Mit 100g ist ein Igelchen ungefähr 10 cm lang. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Mit 100g ist ein Igelchen ungefähr 10 cm lang. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Ein 100g-Igel würde in eine Hand passen. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Ein 100g-Igel würde in eine Hand passen. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Mit 200g ist das Igelkind ungefähr 12 cm lang. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Mit 200g ist das Igelkind ungefähr 12 cm lang. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Mit 300g ist er mit eingezogenem Kopf ca. 14 cm lang und offen etwa 17 cm. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Mit 300g ist er mit eingezogenem Kopf ca. 14 cm lang und offen etwa 17 cm. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Langsam füllt der Igel 2 Hände aus. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Langsam füllt der Igel 2 Hände aus. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Jetzt wiegt der Igel 400g und ist ca. 18 cm lang (Vergleichen Sie das WECK-Glasdeckelchen!). Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Jetzt wiegt der Igel 400g und ist ca. 18 cm lang (Vergleichen Sie das WECK-Glasdeckelchen!). Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Diese weiteren 100g nutzte er Igel für das Breitenwachstum. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Diese weiteren 100g nutzte er Igel für das Breitenwachstum. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Gute 500g und etwa 19 cm lang. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Gute 500g und etwa 19 cm lang. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Ein bildschönes Tier. Foto: NABU Metzingen/Waltraud Hoyer
Ein bildschönes Tier. Foto: NABU Metzingen/Waltraud Hoyer

600g und ca. 19 cm lang. Die weiteren 100g gingen wieder in die Breite. Aus dem Igelbäuchlein ist ein "Bauch" geworden! Foto: NAbu Metzingen / Waltraud Hoyer
600g und ca. 19 cm lang. Die weiteren 100g gingen wieder in die Breite. Aus dem Igelbäuchlein ist ein "Bauch" geworden! Foto: NAbu Metzingen / Waltraud Hoyer
Das Kindchengesicht (deutlich größerer Kopf im Verhältnis zum Körper) ist nun verschwunden und zeigt einen großen Jungigel Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Das Kindchengesicht (deutlich größerer Kopf im Verhältnis zum Körper) ist nun verschwunden und zeigt einen großen Jungigel Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Mit 700g hat der Igel das optimale Winterschlafgewicht. Das Längenwachstum ist für das erste Lebenjahr abgeschlossen er ist jetzt deutlich rund. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Mit 700g hat der Igel das optimale Winterschlafgewicht. Das Längenwachstum ist für das erste Lebenjahr abgeschlossen er ist jetzt deutlich rund. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Aus dem Igelchen ein stattlicher Igel geworden. Die Mühen der Aufzucht haben sich gelohnt. Ein gesunder, kräftiger Igel ist das Ergebnis. Foto NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Aus dem Igelchen ein stattlicher Igel geworden. Die Mühen der Aufzucht haben sich gelohnt. Ein gesunder, kräftiger Igel ist das Ergebnis. Foto NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Ein letztes Mal in menschlichen Händen, dann ging es am 23.11.2019 für den Igel in ein großes Gehege auf einem naturbelassenen Gütle. Wer weiß, vielleicht wird er ja 2020 Papa, denn eine Igelin ist bereits da ; )   Foto: Karin Fesseler
Ein letztes Mal in menschlichen Händen, dann ging es am 23.11.2019 für den Igel in ein großes Gehege auf einem naturbelassenen Gütle. Wer weiß, vielleicht wird er ja 2020 Papa, denn eine Igelin ist bereits da ; ) Foto: Karin Fesseler

Wissenswert

Igelbabys: von Geburt bis ca. 100 g Gewicht spricht man von einem Igelsäugling, der ohne die Mutter und verhungert und erfriert. Mutterlose Igelbabys müssen mit dem Fläschchen gefüttert werden und zum Ausscheiden von Kot und Urin massiert werden. Dafür braucht es besondere Fähigkeiten und Zeit. Bitte suchen Sie Rat bei einem Tierarzt, Tierarzt, igelkundige Person oder Tierheim. (Fachliteratur z.B. www.pro-igel.de )

Igelbabys werden im August und September geboren, wobei die früher geborenen deutlich bessere Chancen

haben.

 

Kleine Igel / Jungigel: mit 100g Körpergewicht ist das Gebiss vollentwickelt und das Igelchen kann erste feste Nahrung selbst fressen. Bis ca. 200g wird er weiter von der Mutter gesäugt und gewärmt. Ist die Mutter selbst auf Futtersuche wärmen sich die Geschwister. In menschlicher Obhut braucht er (meist) kein Fläschen mehr.

 

Welcher Igel gehört zum Aufpäppeln in ein Gehege im Haus, welcher Igel darf in ein Gehege im Freien:

Das ist abhängig von der Jahreszeit, der aktuellen Witterung, dem Gesundheitszustand und dem Gewicht des Igels.

Je kleiner der Igel ist und je kälter es draußen ist, desto eher gehört er erst einmal ins Haus. 

 

Draußenhaltung

Bei einer Haltung im Außengehege muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Futter gesichert ist. (z. B. vor Katzen, Regen ....) Unter einem umgedrehten Eimer mit eingelassenen Torausschnitt, so, dass außer dem Igel niemand reinschlüpfen kann. Besser ist es, das Außengehege mit einem sicheren Dach ausstatten, einem Netz oder Drahtgeflecht ....

 

Wie lange muss ein Igel gepäppelt werden?

Das ist abhängig vom Gewicht und dem Gesundheitszustand des einzelnen Tieres. Es können ein paar Tage, 2 oder 3 Wochen sein oder auch 8 Wochen oder mehr sein.

 

Zurück in die Freiheit:

Ist der Igel dann gesund und kräftig wird er umgehend freigelassen, möglichst an der Stelle an der Sie ihn gefunden haben - wenn dies als ein ungefährlicher Ort einzustufen ist.

Wenn es draußen bereits zu kalt und nass ist, der Igel an einen völlig fremden Ort kommt und dem Igel kein trockenes Laub zum Nestbau zur Verfügung steht, dann ist ein Winterschlaf in menschlicher Obhut sinnvoller. Also: Schauen Sie sich die Umgebung an! Schauen Sie auf das Wetter! Schauen sie auf den Monat!

 

Winterschlaf

Je später im Jahres, desto wahrscheinlicher wird es nötig sein, den Igel in menschlicher Obhut an einem kalten = höchstens +5° bis 0°C oder kälter, geschützten Platz Winterschlaf halten zu lassen. Gut geschützt im gut gepolsterten Nest sind Minusgrade überhaupt kein Problem.

ZU WARM ist ein Problem für den Igel. Dann fällt er nur in einen Dämmerschlaf, der viel Energie kostet = der Igel verliert viel mehr Gewicht als im Winterschlaf.

 Dieser kleine Kerl wurde hungernd am Fuße einer Kellertreppe gefunden, die er weil er noch zu klein war nicht selbst wieder hochsteigen konnte. In einem guten Zuhause auf Zeit kann er nun sicher heranwachsen. Foto: Sabine Kusterer
Dieser kleine Kerl wurde hungernd am Fuße einer Kellertreppe gefunden, die er weil er noch zu klein war nicht selbst wieder hochsteigen konnte. In einem guten Zuhause auf Zeit kann er nun sicher heranwachsen. Foto: Sabine Kusterer

 

 Der Winterschlaf im gesicherten Gehege

Das hat einen weiteren Vorteil, Sie erfahren wann er aufwacht und können Ihn wieder gut anfüttern, so dass er einen leichteren Start ins Igeljahr hat.

Achtung: Nach dem Winterschlaf in den Igel LANGSAM anfüttern. Nicht zu viel Futter auf einmal anbieten! Nach ca. 1 -2 Wochen - abhängig vom Gewicht und Wetter - wird der Igel frei gelassen. Das Haus mit Futterangebot und Wasser bleibt jedoch noch ca. 2 Wochen stehen.


Igel stinken NICHT!

Wir möchten dieses uralte Gerücht, das sich leider hartnäckig hält, ausräumen!

Ein Igel der richtig ernährt wird, gesund ist, ein gepflegtes Gehege und Schlafhäuschen hat, stinkt nicht!

Er kann also von jedermann problemlos in der Wohnung gehalten werden!

 

Aber, Gerüche können entstehen und zwar durch ein nachlässig geputzes Gehege/Schlafhäuschen, das heißt,  wenn Kot nicht restlos entfernt wird, aber vor allem wenn man durch Urin feuchte Stellen einfach trockenen lässt.

Eine Igel-Krankheit wird durch stark riechenden Kot angezeigt, dann gehört der Igel zum Tierarzt!

Manche Menschen mögen den Eigengeruch von Katzennassfutter nicht, dem kann man aus dem Weg gehen indem man darauf verzichtet

 

Ein Igel raschelt und kratzt nachts eventuell am Gehege um der Gefangenschaft zu entfliehen und/oder er sucht nach Nistmaterial um sein Schlafhäuschen auszupolstern oder er hyperaktiv, dann ist er krank.

 


Ein Igel, der nach erfolgreicher, mehrwöchiger Päppelzeit die ersten Minuten wieder in Freiheit erlebt. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Ein Igel, der nach erfolgreicher, mehrwöchiger Päppelzeit die ersten Minuten wieder in Freiheit erlebt. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer

Sie wollen noch viel mehr vom Igel erfahren?

Empfehlenswert sind die Internet-Seiten von PRO - IGEL. Dort sind Erfahrungen aus 30 Jahren Igelaufzucht in Deutschland zusammen getragen worden. (Achten Sie jedoch auf die Klimazone/Höhenmeter, auf der Sie leben, dies ist leider fast nicht berücksichtigt worden.)

 

www.pro-igel.de


Hier gibt es unter anderem 10 kleinen Heftchen (St./je 40 Cent) in denen alles zu den wichtigsten Igelthemen steht.
Diese sind: 1 Wildtier Igel - 2 Gefahr erkannt - 3 Gefahr gebannt - 4 Unterschlupfe und Futterhäuser für Igel im Garten - 5 Ernährung hilfsbedürftiger Igel - 6 Aufzucht verwaister Igelbabys - 7 Hilfsbedürftige Igel im Herbst - 8 Winterschlaf in menschlicher Obhut - 9 Auswilderung - 10 Rechtsvorschriften
(oder kostenlos lesbar als PDF)

 

Das Wissen aus dem PRO IGEL Ringbuch "Igel in der Tierarztpraxis" (8.50€) sollte bei keinen interessierten Igelfreund fehlen.

 

Dieser Igel hat einen prima Winterschlafplatz unter der Palette eines Holzstapels. Foto: Tobias Mayer
Dieser Igel hat einen prima Winterschlafplatz unter der Palette eines Holzstapels. Foto: Tobias Mayer
Schwupps - und kopfüber ins geschützte Nest. Foto: Tobias Mayer
Schwupps - und kopfüber ins geschützte Nest. Foto: Tobias Mayer

Wenn dann der Tierfreund noch reichlich Laub auf den Nesteingang häuft, dann läuft es für den Igel perfekt. Foto: Tobias Mayer
Wenn dann der Tierfreund noch reichlich Laub auf den Nesteingang häuft, dann läuft es für den Igel perfekt. Foto: Tobias Mayer

Igelhilfe im ganzen Jahr für Tierfreunde

Unsere stacheligen Freunde können Sie schützen, indem Sie Ihren Garten naturnah gestalten und damit das ganze Jahr für geeigneten Lebensraum und Futter sorgen. Denn, wie andere Wildtierarten zieht es auch Igel aus der ausgeräumten Landschaft zunehmend in menschliche Siedlungen. Hier finden sie in naturnahen Gärten und Parkanlagen einen Lebensraum, Nahrung und Unterschlupf.

Die stacheligen Insektenfresser sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie verzehren hauptsächlich Laufkäfer, Larven, Insekten = alles was krabbelt und auch Regenwürmer, Schnecken = alles was kriecht.

Fakt ist, ihre Hauptnahrung, Käfer verschwinden mehr und mehr aus der Natur. Zu viele oder nur Schnecken und Regenwürmer als Futter machen den Igel krank. Beide sind Träger von Parasiten, die sich im Igel zur Würmern entwickeln und schwere Krankheiten in Lunge und Darm auslösen - dies führt bis zum Tod.

 

Sinniger Weise fressen Laufkäfer Schneckeneier. Im natürlichen Kreislauf brauchen Gartenbesitzer allso kein Schneckengift, sondern nachtaktive Käfer, und damit Käfer nicht überhand nehmen: IGEL!


TIPP: sorgen Sie für einen strukturreichen Garten mit Reisighaufen, Laub, Holzstapel, Todholz, legen Sie aus Ihrem eigenen groben Schnittgut einen "wilden Haufen" an der gerne 2 m lang, 1 m breit und 0,7 m hoch sein darf. (spart die Fahrt zum Kompostplatz und das Auto bleibt auch sauber)
Bodennahe einheimische Büsche und Hecken runden den natürlichen Garten ab.

Das alles ist der Lebenraum für Laufkäfer und sie dienen gleichzeitig dem Igel als Unterschlupf und Winterschlafplatz. Kostenfrei und ohne Gift ist das Schneckenproblem gelöst.

 

Ein lustiges Kerlchen! Dieser Igel macht seiner Päppelfamilie viel Freude. Foto: Sabine Kusterer
Ein lustiges Kerlchen! Dieser Igel macht seiner Päppelfamilie viel Freude. Foto: Sabine Kusterer
Pappsatt, warm und geborgen, dann schläft ein Igel auch mal gerne außerhalb seines Schlafhäuschen ein. Foto: Sabine Kusterer
Pappsatt, warm und geborgen, dann schläft ein Igel auch mal gerne außerhalb seines Schlafhäuschen ein. Foto: Sabine Kusterer

Lebensgefahren für Igel

Wie Sie Gefahren vermeiden können:

  • mindestens von März bis Ende November ab der Dämmerung bis zur Morgenhelle vorsichtig Auto fahren!
  • Kellertreppen Abgang! Eine Igeltreppe schaffen = auf jede Stufe einen kleineren Stein legen dann kann der Igel hochsteigen!
  • Durst: niedrige Wassergefäße aufstellen, gerade bei Hitze und anhaltender Trockenheit = Tierfreundpflicht. Steine hineinlegen, damit Insekten usw. nicht darin ertrinken. Täglich wechseln
  • Motorsensen achtsam in Gebüschnähe einsetzen! Unter jeder Hecke könnte ein Igel schlafen.
  • Mähroboter aus dem Garten verbannen!
  • Gifte verbannen (Pestizide aller Art aus Garten, Gütle, Natur verbannen!)
  • Offene Gärten! Damit der Igel nicht über die Straße laufen muss um weiter zu kommen (Zaun/Mauer = Öffnungen schaffen zu den Nachbarn!)
  • Gartenzäune nur so tief ansetzen, dass ein Igel darunter durch gehen kann. Igel versuchen Draht-Maschenzäune zu überklettern und erhängen sich darin.
  • Teiche sichern! (Ertrinkungsgefahr!) mehrere Ausstiegshilfen anbringen
  • Lichtschächte, Kellerschächte absichern!
  • Vorsichtig sein bei größeren Gartenumgestaltungen an Hecken und Sträuchern ....
  • Vorsichtig sein beim Umsetzen von Holzstapel, Reisighaufen, bei Abrisssen von Schuppen, Hütten ....

Die häufigsten Todesursachen gehen vom Menschen aus: das Auto, Pestizide und Herbizide sowie Krankheiten und hungern durch den Mangel an natürlicher Nahrung und Lebensraum

 

 

Mit der Nase im Laub nach Käfer wühlen ist das was der Igel braucht. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer
Mit der Nase im Laub nach Käfer wühlen ist das was der Igel braucht. Foto: NABU Metzingen / Waltraud Hoyer