Höchste Zeit für die Nistkastenreinigung

Foto: Nabu / Susanne Jost
Foto: Nabu / Susanne Jost

Wer es vorzieht, die Meisennistkästen statt im Spätherbst erst im Frühjahr zu reinigen, sollte das jetzt tun. Dazu dürfen allerdings niemals chemische Reinigungs- oder gar Desinfektionsmittel verwendet werden. Es genügt, den Nistkasten gründlich auszufegen. Zum Selbstschutz sollte man dazu allerdings eine Partikelfiltermaske mindestens der Stufe FFP1 tragen, die man in Apotheken bekommt. Natürlich eignet sich auch eine FFP2-Maske die heute coronabedingt überall im Einsatz ist. 

 

Vor Überraschungen bei der Nistkastenreinigung ist der Vogelfreund nie sicher. Es empfiehlt sich daher, vorher kurz anzuklopfen, damit mögliche Bewohner, zum Beispiel Mäuse, fliehen können. Damit erspart man sich manchen Schrecken.

 

 

 Bei der Gelegenheit können Nistkästen, die kein altes Vogelnest enthalten, gleich umgehängt werden. So ist zum Beispiel darauf zu achten, dass das Einflugloch niemals nach Süden (Sonneneinstrahlung!) oder Westen (Regenwassereintrag!) ausgerichtet ist. Ideal ist eine Ausrichtung nach Osten oder Nordosten. Zwei Meter über der Erde ist die Mindestaufhänghöhe, drei Meter sind besser. Beschattung durch Aufhängung innerhalb eines Baumes sollte selbstverständlich sein. Wichtig ist, dass Katzen und andere Nesträuber keinen Zugriff haben. Oft unterschätzt wird die Gefahr, die von Eichhörnchen ausgeht.

 

Es ist also Einiges zu beachten. Oft hat man aber auch Erfolg, wenn nicht alle hier genannten Voraussetzungen gegeben sind.