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Praktische Naturschutzarbeit
Um Ihnen eine - allerdings sehr beschränkte - Vorstellung unserer praktischen Naturschutztätigkeiten zu geben, hier drei Beispiele. Wir schützen und fördern allerdings nicht nur Vögel, sondern ebenso auch Lurche, Amphibien, Fledermäuse und andere Gattungen und Arten, die ohne unsere Unterstützung in einer weitgehend ausgeräumten Landschaft kaum noch eine Überlebenschance haben.
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Mehr als 400 Nistkästen für kleine
Singvögel haben wir im Raum Metzingen - Neuhausen - Glems
aufgehängt, die im Januar/Februar jedes Jahres auf Beschädigungen
kontrolliert und gereinigt werden müssen. Dabei wird auch versucht
festzustellen, welche Art im Vorjahr gebrütet hat. Die Ergebnisse werden
statistisch festgehalten und mit denen der früheren Jahre
verglichen. Zuletzt waren cirka 80 Prozent der Nistkästen besetzt.
Der alleinige Grund für die geografische Beschränkung auf Metzingen ist der Personalmangel. Die Ausweitung auf Dettingen und Bad Urach bis hinauf nach Seeburg ist dringend erwünscht.
Foto: Albert Brodbeck |
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Eine fachlich sehr
anspruchsvolle Tätigkeit ist das Ausbringen und die jährliche Kontrolle
der Steinkauzröhren. Hier braucht es einen langen Atem, denn der
Besetzungsgrad liegt unter zehn Prozent. Der Steinkauz ist nicht nur
selten geworden, sondern stellt auch sehr hohe Ansprüche an die
Nistgelegenheiten. In einer naturbelassenen Landschaft wären das hohle
Bäume, die es bei uns praktisch nicht mehr gibt.
Hinzu kommt, dass der Steinkauz zum Beispiel nicht von einem Tal in ein anderes wandert, wenn das nur über den dazwischen liegenden Höhenrücken geht. Den Tälern entlang aber stellen sich ihm viele Hindernisse entgegen wie große Fabrik- und Lagerhallen. Und wenn dann einer trotz allem den Übergang schafft und sich vielleicht sogar ein Paar zusammenfindet, scheitert es wahrscheinlich an der mangelnden Brutgelegenheit - wenn wir nicht helfen.
Foto: Albert Brodbeck |
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Fast artistisches Geschick ist
erforderlich für das Anbringen und die jährliche Kontrolle unserer Hohltaubenkästen.
Die sehr scheuen Tiere leben im Wald und sind dort, wenn man ihnen nicht
hilft, auf verlassene Schwarzspechthöhlen und ähnliche Behausungen
angewiesen. Eine Alternative dazu sind eigens konstruierte Nisthilfen, die
mindestens sechs Meter über dem Waldboden an Laubholzbäumen angebracht
werden müssen.
Das Besteigen der im unteren Stammbereich weitgehend astlosen Bäume mittels einer speziellen Seiltechnik übernimmt für uns noch der Biologe Luis Sikora (Foto). Vielleicht findet sich jemand, der/die Interesse daran hat, die Seiltechnik bei Luis zu erlernen und dann die Pflege der Kästen zu übernehmen? Sachkundige Helfer werden jedenfalls gestellt.
Foto: Albert Brodbeck |